Georg Kusztrich, Sonja Penz, Josko Vlasich und Hans Rosner / Masken: Elisabeth Preindl / Kostรผme: Helga Schmidt / Licht: Gerhard Duffek / Produktionsassistenz: Brigitte Leimstรคttner / Regieassistenz, Einrichtung: Hans Panner / Bauten: Leo Bauer / Produktionsleitung: Horst Horvath / Bรผhne und Regie: Peter Wagner

Manche Kritiker kamen nicht umhin, die Lรคnge des Stรผckes (fast vier Stunden) mit bรถsen Blicken zu beรคugen, aber die kรถnnen einem fast leid tun. Die Zeit stand still, oder sie verging zu schnell oder zu langsam, wie auch immer. Die Konzeption der Bรผhne, die Nรคhe des Zusehers, die โPausenmusikโ des Astor Piazzolla und die Geige, der Gesang des Enkels aus Amerika, das macht aus dem Saal im OHO eine Einheit. Der Zuseher konnte seine eigene Kรถrperlichkeit beim Betrachten einbringen, lauthalses Auflachen, seufzen und betroffenes Verstummen. Die eigene Phantasie so angeregt, โdass man am liebsten mitspielen, mitreden hรคtte wollenโ, so eine Stimme unmittelbar nach der Vorstellung.
Peter Wagner und sein Team haben dem Burgenland ein lebendiges, gegenwรคrtiges und flieรendes Denkmal gesetzt. โ35 Jahre meines Lebens habe ich bei der Entstehung dieses Stรผckes vor mir gesehen und ich habe zugegriffen. Und dann haben wir ein hartes Stรผck Arbeit geliefert.โ Und ein wunderbares Theater.
Seit seinem โangeblichen Durchbruch mit dem Stรผck โLafnitzโ, was immer das seiโ wird sich auch die โBurgenland-Farceโ in die Kategorie Durchbruch einordnen. Was immer das sein mag. Peter Wagner wird ein Poet der Unterwelt bleiben, jener, die durch einen Fluss namens Styx getrennt, mit dem Begriff des Unterbewusstseins gleichgesetzt werden kann und muss. Wagner รผbersteigt Grenzen, blickt hindurch durch die Ketten des Ego, widmet sich dem Traum und der bedingungslosen Suche nach sich selbst. Das Theater ist seine Sprache: โSchreiben zeichnet das Leben โ inszenieren begreift es. Ich habe noch vieles zu begreifen.”
Thomas Vlassits, GESCHRIEBENSTEIN
